Häufig gestellte Fragen

Was bedeuten die Kistengrößen?

Bei uns gibt es zwei Kistengrößen, eine kleine und eine große. Diese unterscheiden sich in der Menge des Gemüses und hin und wieder auch in der Anzahl der Kulturen. Eine kleine Kiste richtet sich an 1-2 Personen-Haushalte, eine große an 3-4 Personen oder kleinere Haushalte, die sehr viel Gemüse essen. Die Grundgebühr für eine kleine Kiste beträgt 15€, für eine große 25€. Es passiert hin und wieder, dass bestimmte Kulturen erntereif sind, aber in der Menge nicht für alle Kisten reichen oder es gewisse Restbestände davon gibt. Um keine Abfälle zu produzieren, packen Ernteüberschüsse in die großen Kisten. Dabei achten wir sehr penibel darauf, dass die Werte der Kiste (15€/25€) nicht weit über- oder unterschritten werden.

Kann ich Wünsche bezüglich des Kisteninhaltes äußern?

Das ist aufgrund verschiedener Faktoren nur sehr eingeschränkt möglich. Wir planen unseren Anbau schon Anfang des Jahres bis ins kleinste Detail. Jede Kultur, jedes Beet und jede der 26 Saison-Wochen sind genauestens berechnet. Nur so können wir es schaffen, auf kleiner Fläche eine hohe Vielfalt zu erzielen. Unser Ziel ist es, in jeder Kiste mindestens 6-8 Kulturen zu haben. Das heißt aber auch, dass nur diese Anzahl an Kulturen erntereif sein dürfen, um Abfälle zu vermeiden und gleichzeitig das Preisniveau stabil zu halten. Ein weiterer Faktor, ist unsere Planung für die Auslieferungstour. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unterschiedlich befüllte Kisten, erheblichen Mehraufwand bedeuten, da alles notiert, beachtet und an unsere Fahrer*innen weitergegeben werden muss. Wenn euch ein bestimmtes Gemüse nicht schmeckt, könnt ihr das sehr gerne sagen, dann versuchen wir eure Kiste anderweitig aufzufüllen. Dies sollte aber die Ausahme bleiben.

Ist euer Gemüse Bio?

Ja, unser Gemüse ist Bio. Allerdings ist der Begriff und das dazugehörige Zertifikat oder Siegel verständlicherweise geschützt. Wir nennen es daher "natürlich gewachsen". Ein Zertifizierungsverfahren ist langwierig und auch nicht ganz günstig. Zumal unsere Anbauweise die Anforderungen an ein Bio-, Öko- oder Bioland-Zertifikat weit übertrifft. Gerade im Hinblick auf Bodenbearbeitung, Wasserersparnis, Düngeverordnung und Artenvielfalt. Wir sind überzeugt davon, dass die Kommunikation mit unseren Kund*innen ein Vertrauensverhältnis schafft, welches ein solches Siegel überflüssig macht. Jeder unserer Arbeitsschritte ist transparent, unser Garten soll ein Ort sein, an dem man sich begegnet, Fragen beantwortet uns sich austauscht. Wir haben nichts zu verbergen, im Gegenteil, wir erzählen euch mit Freude jedes Detail unseres Anbaus.

 

Was für Dünger verwendet ihr?

Der Dünger, der am meisten von uns eingesetzt wird trägt den Namen "Kompost". Ja, ernsthaft, wir arbeiten fast ausschließlich mit Bioabfall- und Grühnschnitt-Kompost von der Kompostanlage in Nieheim. Er wird auf unseren Mutterboden aufgebracht und bildet die Grundlage für unsere Beete. Mit den Jahren arbeiten die Würmer den Kompost in den Boden ein und sorgen für eine ideale Grundlage. Wir graben den Boden auch nicht um, wir lockern ihn lediglich vor jeder Pflanzung mit einer Grabegabel. Über den Kompost hinaus arbeiten wir mit Urgesteinsmehl, Klee-Pellets, Melasse und selbst hergestellten Jauchen. Wir verwenden keine tierischen Dünger wie Mist und Hornmehl aus Nutztierhaltung.

Wo baut ihr euer Gemüse an?

Unser Acker berfindet sich süd-östlich vom schönen Sandebeck auf einem kleinen Hügel, den sogenannten "Wißhölter-Gärten". Hier waren früher kleine Parzellen, in denen die Dorfbewohner*innen Gemüsegärten zur Selbstversorgung unterhielten. Seit der Saison 2022 pachten wir zusätzlich ein Stück Wiese von unserem geschätzen Nachbarn Franz-Josef Böhm. 

Wie kann ich mein Abo kündigen?

Immer bis zum 15. eines Monats. Hierzu einfach eine Mail an wintruper-hofgemuese@gmx.de senden. Das Abo läuft dann bis zum Ende des selben Monats weiter.

Was bedeuten die Liefergebiete?

Die Lieferung der Kisten war im ersten Jahr 2021 noch kostenlos. Wir merkten schnell, dass es aufgrund des erheblichen Arbeitsaufwandes und der entstandenen Kosten (PKW, Personal) nicht möglich ist, diesen Service ohne Aufpreis anzubieten. Seit 2022 berechnen wir daher Liefergebühren von 1,50€ im Liefergebiet 1 und 2,50€ im Liefergebiet 2. Liefergebiet 1 bezieht alle Orte die in Luftlinie 5 Kilometer um Wintrup liegen mit ein, Liefergebiet 2 alle Orte, die nicht in Liefergebiet 1 und maximal 15 Kilometer Luftlinie entfernt liegen. Im Folgenden eine Liste mit allen Orten, die wir beliefern:

Liefergebiet 1: Sandebeck, Leopoldstal, Heesten, Vinsebeck, Bergheim, Oeyenhausen, Himmighausen, Grevenhagen.

Liefergebiet 2: Horn-Bad Meinberg, Billerbeck, Bellenberg, Steinheim, Nieheim, Merlsheim, Langeland, Erpentrup, (F)Veldrom, Kempen, Vahlhausen, Eversen, Schönenberg, Reelsen, Holzhausen, Schmedissen, Wilberg, Reelkirchen, Frommhausen, Wöbbel, Lohte, Hagedorn, Rolfzen, Sommersell, Erwitzen, Pömbsen, Heiligenkirchen, Remmighausen, Distelbruch

Bis wohin liefert ihr?

Wir liefern maximal in einem Umkreis von 15 Kilometern um Wintrup und nicht süd-westlich des Eggegebirges. Neben dem hohen Zeitaufwand, der mit dem Lieferservice verbunden ist, wollen wir so regional wie möglich bleiben und haben uns auch deshalb gegen einen weiteren Radius entschieden.

Kann ich auch an einem anderen Tag beliefert werden?

Wir liefern jeden Donnerstag Nachmittag, zwischen 14 und 19 Uhr. Da wir am selben Tag ernten und nicht über die nötige Infrastruktur verfügen, um diese Mengen an Gemüse länger frisch zu halten, sind wir in den Tagen nicht flexibel. Deshalb können wir nur an diesem einen Tag ausliefern. Alternativ habt ihr die Möglichkeit, eure Kiste jeden Samstag zwischen 10 und 14 Uhr in unserem Hofladen abzuholen, für den wir Samstag früh ernten.

Kann ich euch bei eurer täglichen Arbeit unterstützen?

Ja und Nein. Wir freuen uns immer über angebotene Hilfe. Jedoch ist das Aufgabenfeld extrem weit gefächert und wir haben die Erfahrung gemacht, dass Menschen unterschiedlich belastbar sind. Hinzu kommt, dass bestimmte Arbeitsschritte eine gewisse Erfahrung voraussetzen und es nicht in unserem Sinne ist, wenn ihr die Verantwortung dafür übernehmt. Es gibt aber auch zahlriche Arbeiten, bei denen es wünschenswert ist, viele Hände zur Verfügung zu haben. Kurz gesagt: wenn ihr Lust habt uns zu unterstützen, einfach fragen.

Wo ist der Hofladen und wann ist er geöffnet?

Unser Hofladen befindet sich in den ehemaligen Stallräumen des Kulturguts Wintrup. Dort wohnen wir auch in Gemeinschaft mit 4 weiteren Personen. Der Hofladen ist immer Samstags von 10-14 Uhr geöffnet und bietet neben unserem Gemüse in Zukunft auch verarbeitete Produkte aus eigener Herstellung wie Saft, Sirup, Marmelade, Senf, Honig etc.

Verkauft ihr auch im Winter Gemüse?

Nein. Unsere Saison geht von Mai bis Oktober. Wir benötigen ca. drei Monate Vorbereitung, und ein Monat Nachbereitung. Somit geht unser Arbeitsjahr von Ende Januar bis Ende November. Außerdem brauchen auch Gärtner*innen mal Urlaub. Daher haben wir uns entschlossen, keinen ganzjährigen Anbau zu betreiben. Es kann aber durchaus sein, dass wir unsere Saison zukünftig früher anfangen oder später aufhören.

Kann ich auch Eier oder Milchprodukte kaufen?

Nein, tierische Produkte sucht ihr bei uns vergebens. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen wollen wir den Konsum von tierischen Produkten nicht unterstützen. Auch wenn es sicherlich Haltungsformen gibt, die dem Tierwohl zumindest in Teilen zuträglich sind, so wollen wir uns der meist ausbeuterischen Praxis der Tierhaltung nicht zugehörig fühlen. Zum anderen ist dies mit Auflagen verbunden, die wir nicht erfüllen können und wollen. Das Einzige was ihr vielleicht eines Tages bei uns finden werdet, ist Honig. Dies hat damit zu tun, dass wir einen sehr gewissenhaften Imker im Freundeskreis haben und zukünftig auch Bienenvölker im Garten haben werden. Alles an Honig, was die Bienen nicht für ihr eigenes Überleben brauchen, werden wir ernten und ggf. verkaufen.